Ein Gate schützt vor teuren Fehlentwicklungen: An definierten Phasenübergängen — etwa nach dem Proof of Concept oder vor dem Go-Live — prüft eine verantwortliche Person, ob das Projekt die vereinbarten Ziele erreicht hat und das Budget für die nächste Stufe freigegeben wird.

Der Unterschied zu einem unverbindlichen Statustreffen liegt im Timing der Kriterien: Sie müssen feststehen, bevor die Ergebnisse auf dem Tisch liegen. Wer erst im Termin diskutiert, woran Erfolg zu messen wäre, neigt automatisch dazu, unfertige Ergebnisse schönzureden.

Ein Gate erfüllt seinen Zweck nur, wenn das bewusste „Nein“ eine reale und akzeptierte Option ist. Projekte frühzeitig zu stoppen, die im Alltag nicht bestehen würden, ist kein Scheitern, sondern gelebter Investitionsschutz.