Use-Case
Ein abgegrenzter Ablauf, in dem KI einen bestimmten Schritt übernimmt. Brauchbar wird er durch den Zuschnitt: strukturierte Eingabe, schnell prüfbares Ergebnis, sichtbarer Fehler, benannter Owner.
Deutsch: Anwendungsfall
Zwischen einer Idee und einem Use-Case liegt der Zuschnitt. „Wir machen etwas mit KI im Kundenservice" ist eine Idee. Ein Use-Case benennt den Schritt, die Rolle, die ihn heute ausführt, die Eingabe, die dabei anfällt, und das Ergebnis, an dem sich Erfolg ablesen lässt. Erst diese vier Angaben machen ihn schätzbar.
Die Auswahl ist die teuerste Entscheidung im ganzen Vorhaben, weil sie alles Weitere festlegt. Ein schlecht geschnittener Fall lässt sich mit keinem Modell und keinem Budget reparieren: Wo das Ergebnis erst nach Wochen prüfbar ist oder ein Fehler unbemerkt bleibt, entsteht kein Nutzen, sondern ein Risiko mit Betriebskosten.
Deshalb gehört das Nein zur Auswahl dazu. Technisch möglich ist inzwischen vieles, und die Liste der Vorschläge ist in jeder Organisation länger als die Liste der Fälle, die eine Abnahme bestehen würden. Wer nicht aussortiert, verteilt dieselben Leute auf mehr Vorhaben — und trägt am Ende die Betriebslast für alle.
Alle Begriffe stehen im KI-Glossar, dieser dort unter Use-Case.